Korrosion und Korrosionsschutz von Aluminiumwerkstoffen
Leiter des Arbeitskreises: Dr.-Ing. Dietrich Wieser, ALCOA Europe, Bonn
Stellvertreter: Dipl.-Ing. Werner Mader, Gesamtverband der Aluminiumindustrie, Düsseldorf
Der Arbeitskreis "Korrosion und Korrosionsschutz von Aluminiumwerkstoffen" wurde von Fachleuten aus der Aluminiumindustrie, aus Hochschulen, Materialprüfungsämtern und Al-Anwendern in einer konstituierenden Sitzung am 6. März 1995 auf Betreiben der AGK-Ges. KKs in Frankfurt am Main gegründet und wird durch die GfKORR e.V. in dieser Form weitergeführt.
Ziele des Arbeitskreises:
- Der Arbeitskreis versteht sich als Vermittler von Korrosions- und Werkstoffinformationen u.a. für Aluminiumanwender (Anwendungsorientierung).
- Er bildet die Brücke für den Austausch von Grundlagenwissen und Praxiserfahrung, indem er Kontakte zu anderen technisch-wissenschaftlichen Gesellschaften und ihren Fachausschüssen knüpft und deren Erfahrungsaustausch mit Hochschulen, Materialprüfungsämtern sowie mit Aluminiumanwendern fördert (Wissenstransfer).
- Der Arbeitskreis begreift sich auch als Ideengeber für Entwicklungen und Innovationen sowie als Förderer und Koordinator industrieller Gemeinschaftsforschung (Innovation).
- Er fungiert als fachübergreifendes Bindeglied zwischen den Experten der Aluminiumproduzenten und der Aluminiumanwender auf dem Sektor der Korrosion und des Korrosionsschutzes, wodurch Synergien bei der Lösung von Aufgaben erzielt werden können.
- Die Fachleute des Arbeitskreises besitzen das Know-how zur Lösung aktueller Korrosions- und Werkstoffprobleme sowie über die Methodensicherheit für die Anwendung der technisch-wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden. Dies ist die Basis für die Beratungstätigkeit und die Förderung von Ausbildung und Lehre.
- Dieses Selbstverständnis des Arbeitskreises bestimmt auch seine Ziele in den Bereichen
- Forschung und Entwicklung
Mitarbeit in der Werkstoff-Weiterentwicklung, beim Korrosionsschutz und bei Korrosionsuntersuchungen und -prüfungen - Anwendung
Beratung bei der Werkstoffauswahl und der Schadensuntersuchung sowie bei der korrosionsschutzgerechten Konstruktion - Wissenstransfer
Erfahrungsaustausch, Kooperation mit anderen technisch-wissenschaftlichen Vereinen, Förderung von Ausbildung und Lehre, Mitarbeit in Normungsgremien - Qualitätssicherung
Gestaltung und Förderung der Zertifizierung und Akkreditierung sowie Mitarbeit bei der Normung als Beitrag zur Lösung von Korrosions- und Korrosionsschutzfragen von Aluminiumwerkstoffen selbst sowie als Verbundwerkstoff und im Zusammenbau mit anderen Werkstoffen.
Statusreport:
In den bisherigen Sitzungen wurden offene Fragen zur Korrosion und zum Korrosionsschutz von Aluminiumwerkstoffen in ihrem Umfeld behandelt. Die einzelnen behandelten Themen kann man in die Gruppen "Korrosion, Korrosionsschutz und Normung" einordnen.
Beispiele für bisher behandelte Themen
. . . . im Bereich Korrosion :
- Filiformkorrosion an beschichteten Al-Werkstoffen
- Korrosionsschäden an modernen Ökobrennern in Gasheizungen
- Korrosions- und Dichtungsfragen an mechanisch bearbeiteten Al-Oberflächen
- Korrosion unter Runddichtungen von Al-Guß aus AlSi10Mg
- Vergleichende Korrosionsuntersuchungen an chromatierten und passivierten Al-Oberflächen
- Schadensfall an Verlegerollen aus AlZnMgCu1,5 in Spinnereien
. . . . im Bereich Korrosionsschutz :
- Vorbehandlung von Aluminium im Fahrzeugbau zur Korrosionsverhütung
- Korrosionsschutz von Al-Strukturen im Bauwesen
- Ein neues Flugzeuglacksystem mit chromatfreiem Korrosionsschutz
- Korrosionsschutz von AlMgSi-Teilen von Turbomolekularpumpen für Halogengase - KEPLA - Coat - Beschichtung
. . . . im Bereich Normung :
- Stand der europäischen Normung auf dem Gebiet Korrosion und Korrosionsschutz
- DIN 82249 2. Vorlage 03.96
Korrosion von Metallen in Seewasser und Seeatmosphäre
Teil 1: Begriffe, Grundlagen
Teil 2: Freie Korrosion in Seewasser
Teil 3: Kontaktkorrosion in Seewasser
Teil 4: Korrosion in Seeatmosphäre
